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Ein Vorkaufsrecht hilft nicht gegen die Wohnungsknappheit

Medienmitteilung der FDP Dübendorf vom 11. November 2025

 


in der Diskussion um die Bekämpfung der Wohnungsknappheit wird immer wieder das Vorkaufsrecht von Gemeinden ins Spiel gebracht. Doch das Vorkaufsrecht stellt keine Lösung für das grundlegende Problem dar, nämlich den Mangel an bezahlbarem Wohnraum in vielen Städten und Agglomerationen.


Am 30. November stimmen wir über die Volksinitiative „Mehr bezahlbare Wohnungen im Kanton Zürich» ab. Diese will den Gemeinden ein solches kommunales Vorkaufsrecht bei Liegenschaftsverkäufen ermöglichen.


Auf den ersten Blick mag das wie eine sinnvolle Massnahme erscheinen, um zu verhindern, dass Wohnbauflächen in die Hände von Investoren gelangen, die den Preis in die Höhe treiben. Doch in der Praxis sorgt das Vorkaufsrecht weder für die Schaffung neuer Wohnungen noch für die Senkung der Mietpreise, sondern das Gegenteil ist der Fall. Ein kommunales Vorkaufsrecht führt zu einem Bieterwettbewerb zwischen Staat und Privaten, und zwar mit dem Ergebnis, dass die Preise weiter steigen. Ein staatliches Vorkaufsrecht erzeugt somit genau das Gegenteil dessen, was es vorgibt: weniger Wohnungen, höhere Preise und eine gefährdete Investitionsbereitschaft.


Die Schweiz ist deshalb ein Erfolgsmodell, weil unsere Verfassung die Eigentums- und die Wirtschaftsfreiheit garantiert. Staatliche Vorkaufsrechte, Mietzinsdeckel und andere planwirtschaftliche Scheinlösungen greifen in diese liberale Grundordnung ein und richten nichts als Schaden an. Was wir vielmehr brauchen, sind Vorschriften, die das Bauen begünstigen, statt es mit immer mehr Vorschriften zu verteuern und auszubremsen. Genau deshalb setzt sich die FDP Dübendorf im Rahmen der Revision unserer Bau- und Zonenordnung konsequent für Verdichtung und weniger Bauvorschriften ein und lehnt die kantonale «Vorkaufsinitiative» entschieden ab. Wir unterstützen aber den Gegenvorschlag von Regierungs- und Kantonsrat, mit dem der Rahmenkredit für zinsgünstige Darlehen an gemeinnützige Bauträger von 180 auf 360 Millionen Franken erhöht werden soll.

 

Ein besonderes Anliegen ist es der FDP Dübendorf, dass die vom Stadtrat geplanten und von der Stadt mitfinanzierten kostengünstigen Wohnungen auf dem Leepünt-Areal und im Gumpisbüel in erster Linie den bereits in Dübendorf ansässigen Menschen zur Verfügung stehen, die darauf auch finanziell angewiesen sind. Und dies nicht nur bei der Erstvermietung!

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