FDP Dübendorf fordert unbürokratische BZO-Umsetzung zugunsten von mehr Wohnraum
- FDP Dübendorf

- 7. Apr.
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Aktualisiert: vor 22 Stunden
Medienmitteilung der FDP Dübendorf vom 7. April 2026

Der Gemeinderat Dübendorf hat vergangene Woche über die Gesamtrevision der Richt- und Nutzungsplanung debattiert. Für die FDP geht die Revision in den Grundzügen in die richtige Richtung. Der Fokus auf Innenentwicklung statt auf neue Einzonungen ist für Dübendorf zwingend. Unsere Stadt ist flächenmässig klein, wächst weiter und muss sorgsam mit ihrem Boden umgehen. Verdichtung an geeigneten Lagen ist deshalb richtig. Die FDP anerkennt die strategisch überzeugende Gesamtbetrachtung des Stadtrats und würdigt die langjährige und aufwändige Arbeit von Verwaltung und Stadtrat.
Trotzdem gibt es aus liberaler Sicht Grund für Kritik. Die revidierte Bau- und Zonenordnung (BZO) weist insgesamt eine zu hohe Regulierungsdichte auf. Sie enthält verschiedene neue Detailvorschriften, die das Bauen erschweren und damit ausgerechnet das gefährden, was politisch eigentlich gewollt ist: mehr Wohnraum durch Verdichtung.
Besonders kritisch beurteilen wir starre zusätzliche Vorgaben, etwa bei der Baumpflanzpflicht. Der Wert von Bäumen ist unbestritten. Aber die vom Gemeinderat beschlossene Vorschrift ist so unflexibel ausgestaltet, dass sie die angestrebte Verdichtung unnötig erschwert. Gleiches gilt für die Grenzabstände. Hier forderte die FDP-Fraktion mehr Flexibilität für die Grundeigentümer, und zwar ohne dass die Ausnützungsziffer dadurch erhöht oder die Grünflächenziffer reduziert worden wäre. Der Gemeinderat hat hier leider die Chance verpasst, gerade auf ungünstig geschnittenen Parzellen mehr Verdichtung und nicht zuletzt auch mehr Gestaltungsraum für Baumpflanzungen zu ermöglichen.
Auch bei den Vorgaben zum preisgünstigen Wohnraum bleiben Zweifel. FDP-Fraktionspräsident Roger Gallati anerkannte jedoch, dass im Gemeinderat ein realpolitischer Kompromiss gefunden wurde, der auch auf den sozialen Ausgleich Rücksicht nehme. Diesen trage die Fraktion mit, obwohl die FDP ordnungspolitisch andere Wege bevorzugen würde.
Entscheidend wird nun die Umsetzung sein. Dübendorf braucht gute Rahmenbedingungen, effiziente Baubewilligungsverfahren und möglichst wenig unnötige Bürokratie. Verdichtung darf nicht nur auf dem Papier gewollt sein. Wer Verdichtung will, muss bauen lassen. Die FDP Dübendorf wird sich deshalb auch künftig dafür einsetzen, dass die neue BZO mit Augenmass angewendet und dort korrigiert wird, wo sie den Wohnungsbau unnötig hemmt.


